Kopfbild SJR

Neuigkeiten

  • Kommunen gestalten ihre Bildungslandschaften
    Vortrag und Workshop mit Prof. Dr. Ulrich Deinet (FH-Düsseldorf) im Rahmen der Reihe "Fachdialog Jugend"

    Beim Credo waren sich alle Teilnehmer im gut besuchten JUKUZ-Saal am Samstag, 22.6.2013 einig. Sowohl der Vortrag als auch die drei Arbeitsgruppen haben nicht nur Interesse an dem Thema  geweckt sondern boten eine gute Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und fachlichen Austausch. „Genau das ist das Ziel", resümierte Michael Fleckenstein, Leiter des Bildungsbüros der Stadt Aschaffenburg. Es gehe nicht darum, von Seiten des Bildungsbüros bestehende Angebote zu ergänzen, sondern Voraussetzungen zu schaffen, die interdisziplinäre Zusammenarbeit unter den verschiedenen Bildungsträgern zu fördern und gegenseitig von den Kompetenzen und Ressourcen profitieren zu können.

    Deinet stellte in seinem Vortrag fachlich fundiert - gespickt mit rheinländischem Humor - die Leitidee einer kommunalen Bildungslandschaft vor, die das Bild vielseitiger Bildungsträger und gleichzeitig ein breites Spektrum an informellen Lernorten für Kinder und Jugendliche enthält. Er unterschied bei den Bildungsorten und -prozessen grundsätzlich zwischen Vermittlung und Aneignung, die sich beide sinnvoll ergänzen. Vermittlung geschehe meist in der Schule, Aneignung eher außerhalb von Institutionen wie z.B. in der Jugendarbeit. Deshalb sei es auch wichtig, dies in der Wahrnehmung und der Bildungsdebatte entsprechend zu berücksichtigen. Seine an die Kommunen gerichtete Forderung lautete, sie könne genau hier ansetzen und ihre Koordinations- und Gestaltungskompetenz unter Einbeziehung einer breiten Bürgerbeteiligung umfassend wahrnehmen. In drei Arbeitsgruppen zu den Themen „Bildungspartner kooperieren - Bedingungen und Perspektiven einer gelingenden Zusammenarbeit", Bildungsvernetzung im Stadtteil - Vorteile lokaler Bündnisse" und „Bildungslandschaften als Gesamtkonzept", wurden die Inhalte aus dem Vortrag vertieft weiter bearbeitet. Schließlich waren auch die Initiatoren der Veranstaltung, das Bildungsbüro, JUKUZ und der Stadtjugendring mit der  Resonanz und der Beteiligung sehr zufrieden. Denn, wie Bürgermeister Elsässer in seinem Grußwort andeutete, „geht es bei dem Begriff Bildungslandschaften um die Erkenntnis, dass nur im Zusammenspiel aller bildungsrelevanten Institutionen und Akteure die mit dem Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen verbundenen Herausforderungen bewältigt werden können."

     

Weitere Blogeinträge

finden Sie in unserem alten Blog unter http://sjraktuell.blogspot.com/