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  •  Der Wert ehrenamtlichen Engagements

    Was lernen Jugendliche im Jugendverband? Dieser Frage ging der Referent Joachim Schmitt (Niedernberg) gemeinsam mit dem Stadtjugendring Aschaffenburg und den beiden Kreisjugendringen Aschaffenburg und Miltenberg im Rahmen des Fachdialogs Jugend am Mo. 16.5.2011 im JUKUZ-Saal auf den Grund.

    Joachim Schmitt

    Jugendliche brauchen Lernfelder wie sie die Jugendverbände in ihrer Vielfalt anbieten, denn der Mensch lerne zu ca. 70% informell und nur ca. 30% formell wie z.B. in Schule, Studium und Weiterbildung, lautete sein Credo. Mit seinen Vortrag wurden die meisten Zuhörer darin bestätigt, dass sie in ihrer Jugend neben der Familie und Freunden vieles im Verband gelernt haben. Schmitt wurde noch deutlicher. Anhand von empirischen Untersuchungen zeigte er auf, dass die Tätigkeitserfahrungen im Verband auch von großem Vorteil für den beruflichen Werdegang sind. Für die Altersgruppe der 15 - 40 Jährigen seien Menschen mit Verbandserfahrung den Nichtengagierten z.B. bei der Arbeit im Team, Gremienarbeit und beim Veröffentlichen eigener Texte deutlich überlegen. Ein Engagement im Verband fördert individuell, wirkt im Verband und ist für die Pflege und den Erhalt demokratischer Strukturen in der Gesellschaft unentbehrlich, fasste er abschließend seinen Vortrag zusammen. Im zweiten Teil des Abends untermauerten drei Beispiele aus der Jugendringsarbeit Schmitts Analysen. Florian Wolf (KJR-Aschaffenburg) stellte zunächst die Tätigkeits- und Lernfelder aus Sicht eines Jugendleiters beim Jugendrotkreuz vor, der bereits mit acht Jahren zum Verband gekommen ist. Auch die Entscheidung für seine heutige berufliche Tätigkeit im Krankenhaus sei durch Erfahrungen und Erlebnisse im Jugendverband zurückzuführen. Mario Raups (KJR-Miltenberg) meint ebenfalls von den Kompetenzen zu profitieren, die er in der Jugendverbandsarbeit erworbenen habe. Dies motivierte ihn u.a. vor kurzem den Verein „Genii Loci" mitzugründen und aufzubauen, der das Ziel hat, regionale Geschichte erlebbar zu machen. Joschka Hench (SJR-Aschaffenburg) bot in seinem Praxisbericht Einblicke in das Innenleben der Pfadfinderei und das Ausbildungssystem der DPSG. Das zentrale Anliegen ließe sich seines Erachtens am besten anhand eines Zitats von Robert Baden-Powell, dem Gründer der Pfadfinderbewegung verdeutlichen: „Ich glaube fest daran, dass die Ausbildung interessant für die Menschen gemacht werden muss, so dass sie ermutigt werden, aus eigenem Eifer heraus für sich selbst zu lernen." Nach einem informativen und diskussionsfreudigen Abend dankte die SJR-Vorsitzende Jennifer Friebe abschließend Jens Kaup für die gelungene Moderation. Auch er sei mit seiner neunjährigen Tätigkeit bei Radio Klangbrett ein gelungenes Beispiel für ehrenamtliches Engagement in der Jugendarbeit.

    Jens Kaup

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