Fest "Brüderschaft der Völker" Lebenszeichen

von Elisa Narloch @ SJR Aschaffenburg

Lebenszeichen und Hoffnungsschimmer – DANKE!

Das Fest „Brüderschaft der Völker“ 2021 im Rahmen der Sommerbühne im Nilkheimer Park
Es war ein Experiment und es ist geglückt! Nach der Absage des Fests im Jahr 2020 haben der Stadtjugendring, die Steuerungsgruppe und die teilnehmenden Gruppen fast eineinhalb Jahre überlegt und geplant, wie das Fest 2021 stattfinden kann.
Als die Entscheidung zur Durchführung Mitte Mai getroffen werden musste, waren die Corona-Auflagen und Kontaktbeschränkungen noch sehr hoch. Die Einbindung in die Sommerbühne des Kulturamtes war deshalb die einzige Option, die für die Beteiligten planbar, sicher und seriös umsetzbar erschien. Wohlwissend, dass es ein anderes Fest wird. Aber die Werte des Festes sollten gerade in Zeiten in denen Polarisierung und Spaltung wieder Hochkonjunktur haben, in den Mittelpunkt gerückt werden.
Durch die umfassende Berichterstattung durch Main Echo, Frizz Magazin, Primavera24 und in den soziale Medien, ist dies gelungen und auch auf dem Fest selbst war es für alle Gäste, Akteur:innen, Künstler:innen und Helfer:innen spürbar. Respekt, Solidarität, Zusammenhalt und Gemeinschaft sind die tragenden Werte unserer Gesellschaft und vor allem Gemeinschaft wurde in den letzten Monaten schmerzlich vermisst.
Das Programm an den drei Tagen war so konzipiert, dass vor allem Kinder und Jugendliche, die von den Corona-Maßnahmen am stärksten betroffen waren und sind, auf ihre Kosten kommen. Freitags die Radio Klangbrett-Nacht, samstags konnte Vielfalt erlebt und genossen werden und am Sonntag wurde der Nilkheinmer Park ein Platz für Kinder. Das Rahmenprogramm rund um die Themen Demokratie und Wahlen, die Infostände von Stadtjugendring und Integrationsmanagement und der Antipandemische Reparatur-Parcours des Kastenwesen e. V. rundeten das Programm ab.
Ein besonderes Highlight für den Stadtjugendring war die Präsentation der Dokumentation „Aschaffenburg verbindet Welten – junge Menschen engagieren sich“. Sie ist den letzten 1,5 Jahren entstanden und zeigt in Texten, Interviews und Bildern wie sich das Fest und die Jugendarbeit in den letzten 10 Jahren entwickelt haben. Die Dokumentation kann im Café ABdate im JUKUZ abgeholt werden.
An den drei Festtagen kamen ca. 2000 Menschen in den Nilkheimer Park und knapp 200 Menschen waren am Bühnenprogramm beteiligt. An jedem Tag waren diese bunt und vielfältig. Die größte Sorge war, dass bei so einem kleinen Fest, zu wenig Begegnung stattfinden wird – diese Bedenken haben sich nicht erfüllt, im Gegenteil, die Begegnungen und der Austausch waren fast sogar intensiver als es im Festrubel mit 10.000 Besucher:innen am Tag möglich ist.
Die kulinarischen Köstlichkeiten der teilnehmenden Gruppen wurden zwar schmerzlich vermisst, aber viele der Vereinsmitglieder sind als Gäste gekommen und haben das Fest aus Besucher:innen-Perspektive genossen – außerdem haben sie sich am gemeinsamen Getränkestand ehrenamtlich engagiert – die Erlöse werden an CreActing India gespendet. Ein tolles solidarisches Zeichen für Menschen die von der Pandemie so schwer getroffen wurden.
Wie eingangs schon geschrieben, es war ein Experiment, aber es war richtig diesen Weg zu gehen, denn die Rückmeldungen der Besucher:innen, der Künstler:innen und aller anderen Beteiligten waren phänomenal. Drei Tage Austausch, Begegnung, Leichtigkeit und das aufkeimende Gefühl von Normalität geben Hoffnung!
Ein großes Dankeschön an alle die dieses Lebenszeichen unterstützt und ihm zu dem Erfolg verholfen haben – die Vorfreude auf nächstes Jahr ist riesengroß.
Wir sehen uns hoffentlich 2022 auf dem Volksfestplatz.
Einen schönen Sommer, viel Gesundheit und alles Gute.

Zurück